Mai-Bock und Mai-Reh jetzt verfügbar 

Gut zu wissen

Wissenswertes zum Thema Wild

Im naturnah bewirtschafteten Wald ist neben der Pflege und Ernte des Holzes auch ein angepasster Wildbestand entscheidend für die Nachhaltigkeit. Dann haben auch seltene Bäume und Sträucher eine Chance aufzuwachsen. Durch gezielte Jagd werden die Wildbestände an die natürlichen Lebensräume angepasst.

Wildfleisch liegt im Trend zu einer gesundheitsbewussten Ernährung. Durch die stressfreie Lebensweise der Tiere und die natürliche Ernährung erhält das Fleisch sein einzigartiges Aroma und Farbe. Fettarm und eiweißreich versorgt Wildfleisch unseren Körper auch mit den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren. "Ein Tier, das auf den Teller kommt, sollte ein artgerechtes und stressfreies Leben in der Natur gehabt haben - ohne Mastfutter, Antibiotika und Hormone.“

Die Umweltbelastungen (Radioaktivität, Schwermetalle, Pestzide) der Wildtiere in den Regionen Köln, Bonn, Siebengebirge, Rhein-Westerwald werden von den Lebensmittelüberwachungsämtern in einem Flächendeckenden Monitoring überprüft. Es gibt in der Region keine Auffälligkeiten bei Wildtieren, die dem menschlichen Verzehr zugeführt werden. Übrigens: Wildtiere werden mit bleifreier Jagdmunition erlegt - also keine Angst vor Schwermetall-Rückständen. Die Herkunft der Tiere ist jederzeit nachweisbar. Pure Natur, die natürlich schmeckt.

Wildfleisch aus freier Wildbahn ist weder "bio" noch "öko", sondern qualitativ über solche menschlichen Schein-Etiketten weit erhaben.

Der Genuss von Wild ist nicht saisonal bedingt, Wildbret ist das ganze Jahr erhältlich, bis auf die Schonzeit für Reh und Rotwild. Wildschwein-Frischlinge und Überläufer können ganzjährig erlegt werden, wobei führende Wildschweinbachen entsprechende Schonzeit haben.

Wir fühlen uns der Slow-Food-Idee verpflichtet, nach der wir Konsumenten unsere Lebensmittel regional und saisonal kaufen können. Unser Wildfleisch stammt aus freier Natur. Mehr Bio geht nicht! Daher sind wir Fördermitglied von Slow Food Deutschland ....weil Verantwortung und Genuss zusammen gehören

Wir sind auf die ganzjährige Vermarktung von Wild spezialisiert. Es gibt Wildknacker, Salami und Pastete vom Wild. Die Wild-Bratwurst wird aus Wildfleisch von Reh, Hirsch und Wildschwein hergestellt. Ab Mai kann man frisches Wildbret vom „Maibock“ erhalten, zur Spargelzeit rohen Wildschweinschinken mit seinem einzigartigen Aroma. Zur Grillzeit sind marinierte Nackensteaks, Rückensteaks und die Wildbratwurst eine absolute Köstlichkeit. Im Herbst und Winter gibt es Bratenstücke vom Rotwild, Schwarzwild und Rehwild. Edelgulasch von Hirsch und Wildschwein in handgeschnittener Qualität. Wild eignet sich besonders zum „Kurzbraten“, dazu gibt es Wild-Jus aus eigener Herstellung. 

Rehwild lebt in Randzonen reich strukturierter Busch- und Mischwälder (Heckenschlüpfer) und in der offenen Feldflur (Feldrehe). Das Reh besiedelt weite Teile Europas und Asiens. In Europa kommt es von der Küste bis ins Hochgebirge, von Flußauen bis hin zu Bergwäldern, in Agrarsteppen und Parklandschaften vor. Als Wiederkäuer ist das Reh ein reiner Pflanzenfresser. Nahrung besteht aus: Kräutern, Gräsern, Blättern, Triebe, Knospen sowie Wald- und Feldfrüchten. Das Gewicht ausgewachsener Tiere beträgt bis zu 25 kg Lebendgewicht. Rehe haben am Hinterteil einen weißen Fleck, Spiegel genannt. Frisch geborene Kitze gleichen sich mit einem gefleckten Tarnkleid ganz der Umgebung an. Der Rehbock wirft im Herbst sein Gehörn aus Knochensubstanz ab, das sofort wieder neu zu wachsen beginnt. Im Frühjahr reibt (fegt) der Bock an kleinen Bäumchen die Nährhaut (Bast) von seinem fertigen Gehörn, dient auch der Reviermarkierung.

Rotwild lebte ursprünglich in lichten Wäldern und offenen Landschaften. Heute lebt es hauptsächlich in den Wäldern der Mittel- und Hochgebirge und der Norddeutschen Tiefebene. Die Nahrung des Rotwildes ist anspruchslos und wenig wählerisch. Es begnügt sich zeitweise mit trockenem Gras und nährstoffarmen, zellulosereichen Pflanzenteilen. Es frisst aber auch gerne Knospen, Triebe und nährstoffreiche Waldfrüchte. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen frisst es auch Feldfrüchte und ist ein Wiederkäuer. Männliche Tiere (Hirsche) erreichen in Europa bis zu 200 kg Lebendgewicht, weibliche Tiere (Hirschkühe) deutlich weniger. Der Hirsch wirft sein Geweih jährlich im Februar/März ab. Sofort danach beginnt das Wachstum des neuen Geweihs. Ältere Hirsche fegen ihr Geweih ab Juni/Juli, d.h. sie reiben die fellähnliche Haut, den sogenannten Bast, der das Geweih zur Nährstoffversorgung während des Wachstums umhüllt, an Stämmen und Zweigen ab.

Wildschweine leben in unterholzreichen Laub- und Mischwäldern, aber auch in offenen Feldfluren, solange im Sommer das Getreide auf dem Acker steht und genügend Deckung vorhanden ist. Wildschweine besiedeln Lebensräume von den gemäßigten Breiten bis in die Tropen, von der Ebene bis ins Hügelland. Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweins. Wildschweine sind Allesfresser. Das Nahrungsspektrum umfaßt pflanzliche und tierische Nahrung: Gras, Kräuter, Knollen, Wurzeln, Früchte und Samen, Würmer, Insekten und Gelege. Mit der Schnauze brechen die Sauen den Boden nach Nahrung um, sie pflügen im wahrsten Sinne des Wortes den Boden. Wildschweine haben einen hervorragenden Geruchssinn, das Sehvermögen ist schwach ausgeprägt.

Europäische Mufflons entstanden möglicherweise in der Jungsteinzeit aus verwilderten Hausschafen, die ursprünglich auf Sardinien, Korsika (felsigen u. offenen Gebirgen, trockenes Klima) lebten. Auf den Mittelmeerinseln könnten aber auch kleine Restvorkommen von Ovis ammon die letzte Eiszeit überlebt haben, der genaue Ursprung ist unklar. Seit dem 16. Jahrhundert wurde das Muffelwild in Mitteleuropa als Jagdwild gehalten. Ab dem 19. Jahrhundert erfolgte in Europa größere Aussetzungen. Heute lebt das Muffelwild gerne in lichten Mischwäldern (gute Sichtverhältnisse) oder in trockenen Heidelandschaften. Harte Böden (felsiger Untergrund) sind wichtig, damit sich die Schalen auf natürlichem Wege abreiben. Nahrung besteht aus Gräser, Kräuter, Laub, Knospen, Eicheln, Rinde, Sträucher und ist ein Wiederkäuer, trinkt sehr wenig und liebt Salzlecken.

Der Fasan kommt heute fast in ganz Europa vor. Seine Urheimat ist Asien. Der Fasan gehört zur Familie der Fasanenvögel (Phasianidae) und zur Unterfamilie der Fasanen (Phasianinae). Lebensraum: Optimal ist eine abwechslungsreiche Landschaft mit Feldern, Wiesen, Hecken, Feldgehölzen, Schilfzonen und Gewässern. Fasane bevorzugen leichte, sandige Böden zum Scharren nach Magensteinchen und für Staubbäder zur Gefiederpflege. Sonnige, vegetationsfreie Plätze brauchen sie zum Trocknen und Aufwärmen nach Regengüssen. Nahrung ist gemischt: grüne Pflanzenteile, Getreide und Unkrautsamen, Insekten, Schnecken, Würmer und kleinere Wirbeltiere. Der Fasan nimmt kleine Steinchen auf, die im Magen dazu dienen, die Nahrung zu zermahlen (Mahlsteine). Er muss regelmäßig trinken.

Der Feldhase stammt ursprünglich aus der Steppenlandschaft und lebt heute in unserer Kulturlandschaft. Dort bevorzugt er strukturreiche Agrarlandschaften mit Feldgehölzen, Ackerrandstreifen und Brachflächen, die ihm Nahrung und Versteckmöglichkeiten vor Feinden bietet. Er liebt trockenes, warmes Wetter und ist in Deutschland fast flächendeckend verbreitet, selbst in Waldgebieten, suburbanen und urbanen Lebensräumen kommt er vor. Nahrung: Rein pflanzlich und sehr vielfältig: bevorzugt Wildkräuter -und Gräser (zusammen die sogenannte „Hasenapotheke“), aber auch Getreide und Feldfrüchte, Knospen, Triebe und Rinde.

Wildkaninchen lebten ursprünglich nur in Iberien und Nordafrika, schon von den Römern nach Südeuropa verbracht, später vielerorts eingebürgert heute fast in ganz Europa vorkommend. Lebensraum sind offene Landschaften mit niedrigerer Vegetation und Gebüschinseln, lockerem Boden zum Graben der Baue. Nahrung besteht hauptsächlich aus Gräsern und andere Pflanzen. Nicht wählerisch (im Gegensatz zum Feldhasen), da die kleinen Aktionsradien (Bau als Zentrum und Sicherheit!) und hohen Dichten keine Spezialisierung erlauben. Die jahreszeitlich verfügbare Nahrungsmenge kann Kaninchenpopulationen regulieren Kaninchen können den Wasser- und Salzgehalt von Pflanzen unterscheiden.